ARBEITERKAPELLE
TRBOVLJE
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�ber das Orchester
 

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Nach den bisher bekannten Niederschriften und schriftlichen Memoiren war die erste Bergmannsblechkapelle bereits vor dem Jahr 1872 in Trbovlje t�tig gewesen, d.h. noch vor der Zeit als der Wienerbankverein (WBV) die zersplitterten Bergwerke von Trbovlje aufkaufte und die Trifailer Kohlenwerksgesellschaft gr�ndete, die ein einheitliches Bergwerk Trbovlje organisierte. Im Jahr 1891 gr�ndete einer der Kapellenmitglieder, Herr Herman, die zweite Bergmannskapelle, die er ein Jahr lang leitete. Nach seinem Tod �bernahmen die Leitung der Kapelle die Br�der Oto und Ernest Puncer. Die Kapelle trat �ffentlich anl�sslich verschiedener Gelegenheiten und bergm�nnischer Manifestationen auf. Nach dem Bergmannsstreik im Jahr 1903 wurde sie aufgel�st. In demselben Jahr gr�ndete der Vorstand des Bergwerkes Trbovlje eine besondere 'Aufseherarbeiterkapelle', die im Rahmen des Unterst�tzungsvereins der Aufseher und Arbeiter Trbovlje t�tig war. Diese 'Beamtenkapelle' wurde von 1903 bis 1918 vom Kapellmeister, Herrn Franc Pavlic geleitet. Den besten Musikern wurden im Tausch gegen die Mitgliedschaft in der Arbeiterkapelle im Bergwerk bessere Stellen angeboten..

Arbeiterkapelle Trbovlje - 1903Nach der Aufl�sung der bis zu jener Zeit t�tigen Bergmannskapelle im Jahr 1903 und nach der eiligen Gr�ndung der 'Aufseherarbeiterkapelle', wurde auch von den einheimischen Bergm�nnern und fortschrittlichen Arbeitern nochmals eine eigene Blechkapelle gegr�ndet. Die Initiatoren und Gr�nder waren Herr Ivan Mlakar, Sekret�r der Fachorganisation und Herr Vencel Rinaldo. Die Geschichte der Arbeiterkapelle Trbovlje begann also im Jahr 1903. Die Beihilfe bei deren Gr�ndung kam vom damaligen Konsumverein, der die Kapelle auch mit neuen Instrumenten ausr�stete. Der erste Kapellmeister der neu gegr�ndeten Kapelle, die nach den bisher bekannten Angaben zwanzig Mitglieder hatte, war Herr Gasper Turnsek. Beim Unterricht leistete ihm gro�e Hilfe Herr Simon Grahar aus Zagorje, Musiker und Lehrer der meisten Kapellenmitglieder der damaligen Generation. Nach Herrn Turnsek �bernahm die Leitung der Kapelle f�r ein Jahr Herr Alojz Draksler. Die n�chsten Kapellmeister waren noch Herr Ivan Kerca, Herr Korndorfer und ein Wagenh�ndler, Herr Kacnik. Im Jahr 1911 jedoch �bernahm die Leitung der Kapelle Herr Kapellmeister Stanko Kolenc. Er leitete die Kapelle bis 1914, als er einberufen wurde. In dieser Zeit nahm die Kapelle an den Arbeiter- und Bergmannsmanifestationen und �feiertagen teil, jedoch unseres Wissens veranstaltete sie in dieser Zeit keine selbst�ndigen Konzerte. Von 1914 bis 1917 f�hrte die Arbeiterkapelle Trbovlje ein Schattendasein, denn viele von den Kapellenmitgliedern wurden in die damalige �sterreichische Armee einberufen und die Kapelle hatte auch keinen Kapellenmeister � Dirigenten. Das kleine Ensemble wurde von einem 13-j�hrigen Klarinettisten, Tone Hudarin, den sp�teren erfolgreichen, langj�hrigen Dirigenten der Arbeiterkapelle Trbovlje, zusammengehalten. Im Jahr 1917 kam Herr Stanko Kolenc aus der Armee zur�ck und �bernahm die Leitung der Kapelle wieder. Nach einem Jahr �bernahm die Rolle des Kapellmeisters ein Bergmann, Herr Alojz Draksler. Er leitete die Kapelle mit 24 Mitgliedern bis zu seinem Tode im Jahr 1927. In dieser Zeit nahm die Kapelle an zahlreichen Bergmanns- und Arbeitermanifestationen teil, wie z. B. Bergmannsfeiertag Barbara, Arbeiterfeiertag 1. Mai auf Mrzlica, Versammlungen der Bergleute und andere �ffentlichen Veranstaltungen mit Arbeiter-, Gemeinde- und Bergbaugebietcharakter. Herr Draksler begn�gte sich aber nicht mehr nur mit den M�rschen, deswegen begann er f�r die Auftritte der Arbeiterkapelle auch Konzertprogramme vorzubereiten. Nach seinem Tode �bernahm die Leitung der Kapelle der damalige Klarinettist, Herr Tone Hudarin, ein Angestellter im Bergwerk Trbovlje. Er fuhr mit der begonnenen Arbeit fort, studierte mit aller Genauigkeit und allem Ernst und bereitete die Konzertst�cke vor. Gleichzeitig widmete er alle seine Aufmerksamkeit der Ausbildung von neuen Musikern, der Komponierung f�r einzelne Instrumente, der Anschaffung der Instrumente sowie der Sorge um jeweilige, vorbildliche Vorstellung der Kapelle. Bereits in damaligen Jahren veranstaltete die Kapelle jedes Jahr ihr j�hrliches Konzert, in welchem sie sich mit neuen und immer schwierigeren St�cken vorstellte.Salonorchester der Arbeiterkapelle Trbovlje Dar�berhinaus f�hrten die Kapellenmitglieder in den bergm�nnischen Wohnsiedlungen sowie im oberen Teil von Trbovlje jedes Jahr sechs Promenadenkonzerte. Ihre Mitwirkung mit den Bergleuten zeigte sich auch anl�sslich der Begr�bnisse der verungl�ckten und der verstorbenen Bergleute. Mit einem Wort, es gab keine Veranstaltung, sei es eine �ffentliche, eine Arbeiter-, Staats- oder Kirchenveranstaltung, an welcher die Arbeiterkapelle Trbovlje nicht teilnehmen w�rde. Sie trat auch in den Versammlungen der Svoboda Klubs in Maribor, Celje und Ljubljana auf. In der Zeit der Krise im Jahr 1935 konzertierten die Kapellenmitglieder vierzehn Tage auf der Messe von Ljubljana. Aus jener Zeit stammen auch die ersten Aufnahmen der Kapelle aus Trbovlje f�r das Radio Ljubljana. Zur Erf�llung musikalischer Anforderungen anl�sslich verschiedener Unterhaltungs- und Kulturveranstaltungen in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, gr�ndete die Arbeiterkapelle Trbovlje auch Unterhaltungsensembles bzw. kleinere Orchester, wie z. B. das Ensemble 'Sramel' und ein Salon- und Streichorchester. Unter der Leitung des jungen und vielversprechenden Kapellmeisters, Herrn Hudarin, f�hrte der k�nstlerische Weg der Kapelle, die in jener Zeit 40 Mitglieder hatte, steil hinauf bis zur Okkupation im Jahr 1941.

Arbeiterkapelle Trbovlje w�hrend des 2. WeltkriegesWegen der fortschrittlichen Orientierung der Kapellenmitglieder traten w�hrend der T�tigkeit der Arbeiterkapelle Trbovlje nach der Ankunft des Aggressors immer wieder zahlreiche Schwierigkeiten auf. Die einzelnen Mitglieder schlossen sich im Jahr 1943 den Partisanen an, so dass im n�chsten Jahr die Kapelle nur noch 18 Mitglieder z�hlte. Auch diese schlossen sich im September 1944 gemeinsam an den Nationalfreiheitskampf. Am Kampf gegen den Besatzer nahmen 35 Kapellenmitglieder teil. Aus der Arbeiterkapelle und den anderen Kapellen aus Trbovlje wurde auf dem befreiten Gebiet vom Oberen Tal des Flusses Savinja die Kapelle des Stabes der IV. Operationszone gegr�ndet. Sie trat anl�sslich zahlreicher Zusammenk�nfte, Feier und anderer Veranstaltungen auf, die auf dem befreiten Gebiet stattfanden. Vor dem Beginn der Offensive seitens des Besatzers im Dezember 1944 wurde die Kapelle aufgel�st und die Kapellenmitglieder den einzelnen Einheiten angeordnet. Die Instrumente versteckten sie in die Gruft der Kirche in Gornji grad mit der Hoffnung, dass diese nach der beendeten Offensive bzw. nach der Befreiung wiederholt verwendet werden k�nnen, jedoch wurden die Instrumente von den Deutschen gefunden und beschlagnahmt. F�r die Befreiung Sloweniens opferten vierzehn Arbeiterkapellenmitglieder ihre Leben. Nach dem 2. Weltkrieg fingen bereits im Mai 1945 die ersten Orchester�bungen an. Die Kapellenmitglieder wurden wieder vom Herrn Tone Hudarin geleitet. Beim Sammeln von Instrumenten aus verschiedenen Quellen leistete ihnen gro�e Hilfe insbesondere die Gewerkschaftsorganisation von Bergleuten. Schwierigkeiten tauchten auch bei der Erneuerung des vernichteten bzw. verlorenen Notenmaterials auf. In Not kam ihnen die Bahnarbeiterkapelle Sloga aus Ljubljana zu Hilfe. Die Manifestationen anl�sslich der Befreiung der Heimat wurden oft organisiert und an jeder nahm auch die Arbeiterkapelle Trbovlje teil. Durch freiwillige Arbeit wirkten die Kapellenmitglieder auch in den Nachkriegsaktionen des Wiederaufbaus der Heimat, entweder durch physische Arbeit oder durch Kulturauftritte in Trbovlje und anderswo mit. Und das ist noch nicht alles. Eine planm��ige Erziehung einer neuen Kapellenmitgliedsgeneration sowie beharrliche und hingebende Facharbeit erm�glichten einige Jahre in relativ kurzer Zeit der Arbeiterkapelle Trbovlje, das beste Liebhaberblasorchester sowohl im slowenischen als auch im jugoslawischen Ma�stab zu werden. Ende der vierziger Jahre z�hlte die Arbeiterkapelle Trbovlje 45 Mitglieder. Mit einer solchen Zahl der Kapellenmitglieder war sie praktisch die folgenden drei�ig Jahre t�tig.

Auf dem Landeswettbewerb der Blasorchester im Januar 1949 in Celje erwarb sich die Arbeiterkapelle Trbovlje das Recht auf Auftritt in der Bundesshow der Blaskapellen in Belgrad. Der 25. Januar 1950 war f�r die Kapellenmitglieder aus Trbovlje unvergesslich. In der o.a. Show erwarben sie unter der Leitung von Tone Hudarin den ehrenvollen ersten Platz. Zur Belohnung gastierte die Kapelle im Herbst 1952 in K�rnten, �sterreich, wo sie durch ein begeisterndes Konzert in Klagenfurt das hohe Niveau ihrer Musikkenntnisse bewies. Die folgenden Jahre waren f�r die Arbeiterkapelle fruchtbar und voller Erfolge. Im April 1955 spielte die Kapelle auf dem Bundesfestival der Bergmannsvereine in Kreka und erwarb wiederum den ersten Platz. Auf dem Festival der Laiengruppen im Jahr 1958 in Ohrid erwarben die Kapellenmitglieder aus Trbovlje das Primat in der Konkurrenz der Blasorchester. Nach dem beendeten Auftritt rief der Komponist, Herr Blaz Arnic begeistert aus: 'Jungs, dieser Ton, das ist ja ein symphonischer Ton!'

Unterhaltungsorchester der Arbeiterkapelle TrbovljeNach der Aufl�sung des erfolgreichen und bekannten Tanzorchesters Trbovlje (TRPLOR), wurde im Herbst 1957 von der Arbeiterkapelle Trbovlje ein gro�es Unterhaltungsorchester unter der Leitung von Herrn Mihael Gunzek gegr�ndet. Das Orchester besetzten meistens Mitglieder der Arbeiterkapelle Trbovlje, die schon beim Tanzorchester mitgewirkt hatten. Die Orchesterbesetzung war vollkommen � vier Saxophone, f�nf Trompeten, vier Posaunen, usw. Bereits am Silvesterabend im Jahr 1957 spielte das Orchester f�r Hunderte von begeisterten Zuh�rern und T�nzern in Trbovlje. Kurz nach der Gr�ndung z�hlte das Orchester unter die besten Laienunterhaltungsorchester im ganzen Staat. Dies wurde durch den Erwerb des ersten Platzes auf dem Bundeswettbewerb der Blas- und Unterhaltungsorchester bewiesen, der in der Zeit vom 13. bis 19. Juli 1958 in Ohrid stattfand. Das Unterhaltungsorchester gastierte mit Konzertprogrammen in Senovo, Krmelj, Hrastnik, Maribor, Zagorje, Ljubljana, Triest und anderswo. Es wurde jedoch im Jahr 1962 aufgel�st, denn damals besch�ftigten sich viele von den Orchester- und Kapellenmitgliedern bei den Berufsorchestern in Ljubljana und es war kein angemessener und sofortiger Ersatz zu finden. Hier ist noch zu betonen, dass in der Zeit von 1956-1958 sehr viele Kapellenmitglieder auch in dem Sinfonieorchester Trbovlje unter der Leitung von Herrn Albin Weingerl, den damaligen Schulleiter der Musikschule Trbovlje, spielten. Das Orchester erreichte die gr��te Anerkennung am 1. Dezember 1956, als es anl�sslich der Er�ffnung des neuen Arbeiterhauses in Trbovlje auftrat. Obwohl das Sinfonieorchester Ende des Jahres 1958 aufgel�st wurde, traten die Kapellenmitglieder noch weiter in verschiedenen, nach Bedarf gegr�ndeten Instrumentalgruppen auf. Diese wirkten bei der Vorf�hrung verschiedener Konzerte, Singspiele, Operetten und Opern mit, die meistens von Herrn Joze Skrinar vorbereitet wurden.

Nach den Erfolgen, welche die Kapelle mit dem Gewinn in der Show der Blaskapellen Jugoslawiens in Jahr 1950 in Belgrad und anl�sslich des sp�teren Gastierens im Jahr 1952 in �sterreich erreicht hatte, traten die ersten W�nsche nach dem Ankauf neuer Instrumente und nach der Gr�ndung einer Jugendkapelle unter der Betreuung von der Arbeiterkapelle Trbovlje auf. Ihrer au�erordentlichen Popularit�t war es zuzuschreiben, dass sich viele Jungen der Kapelle anschlie�en mochten. Infolgedessen herrschte die Meinung vor, eine Jugendkapelle zu gr�nden, die im wesentlichen die beste Schule f�r die k�nftigen Kader darstellen w�rde. Die Jugendkapelle wurde im Jahr 1953 gegr�ndet und von Herrn Dirigenten Andrej Tavsic mit Hilfe von Herrn Franc Medvesek, zwar einem der Mitglieder der Arbeiterkapelle, geleitet. Nach einem Jahr von �bungen trat die Jugendkapelle schon selbst�ndig auf. Mit abendf�llenden Konzerten gastierte sie in Ljubljana, Celje, Maribor, Koper, Jesenice und Belgrad. Im Juni 1955 trat die Jugendkapelle in verschiedene St�dten Frankreichs auf, wo die slowenischen Auswanderer lebten. Auf die Landsm�nner machten sie einen guten Eindruck, so dass sich diese auf verschiedene Weisen f�r die von den Kapellenmitgliedern aus der Heimat gebrachten Freude bedankten. Im Jahr 1958 wurde die Jugendkapelle infolge des erreichten Qualit�tsniveaus und des entsprechenden Alters ihrer Mitglieder der Seniorenarbeiterkapelle Trbovlje angeschlossen.

Arbeiterkapelle Trbovlje - 1963Im Jahr 1963 gab nach mehreren Jahren einer �beraus erfolgreichen Arbeit, wegen der Krankheit Herr Tone Hudarin die k�nstlerische Leitung der Arbeiterkapelle Trbovlje auf. Mit seinem Abschied endete eine au�erordentlich bedeutende Etappe in der Entwicklung der Kapelle - in organisatorischer, fachlicher, k�nstlerischer und anderer Hinsicht. In dieser Zeit errichtete und r�stete die Kapelle ihre R�ume aus, neue Instrumente mit normaler Einstimmung wurden angekauft, die Kapellenmitglieder erhielten neue Uniformen und das Orchester wurde durch neue und eifrige Kapellenmitglieder verst�rkt. Das alles bedeutete ein au�erordentlich gutes Sprungbrett zum Erwerb von noch gr��erer Erfolge. Aus den H�nden von Herrn Hudarin ging der Taktstock in die H�nde von Herrn Mihael Gunzek, einem seiner Sch�ler �ber, der mit der Arbeiterkapelle Trbovlje wuchs, sich in anderen Musikzentren im In- und Ausland ausbildete und schlie�lich als Musikprofessor an der Musikakademie in Ljubljana arbeitete. Mit allem Eifer, Kenntnis und F�higkeit begann er mit einer aufopfernden Arbeit. W�hrend seiner k�nstlerischen Leitung kam es unter den Kapellenmitgliedern zu zahlreichen Generationsauswechslungen, denn zahlreiche Kapellenmitglieder h�rten nach langj�hrigem Spielen langsam auf. Es gab aber einen starken Sch�lerzufluss aus der Musikschule Trbovlje, so dass die Kapelle genauso selbst die fehlenden Instrumentenbesetzungen durch intensivere Ausbildung und F�rderung ihrer Mitglieder bei weiterer Schulung an den Musikschulen zu decken versuchte. Am Anfang achtziger Jahren z�hlte die Kapelle achtzig Mitglieder, jedoch nahm sie auch die ersten Frauenmitglieder auf. Das Orchester wurde sehr verj�ngt, so dass im Jahr 1983 das durchschnittliche Alter der Kapellenmitglieder 29 Jahre betrug. Au�er dem Anstieg der Mitgliederzahl und der Anschaffung von den modernsten Instrumente von Jamaha und Selmer, welche eine Garantie f�r die technische und klangliche Vollkommenheit darstellte, war auch die �nderung des Programms der vorgef�hrten St�cke �beraus bedeutend. Bereits unter der Leitung von Herren Draksler und Hudarin wich die Kapelle von der Vorf�hrung von M�rschen, Aufmunterungsliedern und Promenadenkonzerten ab, unter der Leitung von Herrn Gunzek jedoch begann sie die moderneren und noch mehr anspruchsvolle St�cke einzuleiten und vorzuf�hren. Die Erfolge konnten einfach nicht ausbleiben. Sie kamen einer nach dem anderen, von einem Wettbewerb zu den anderen und erreichten ihren H�hepunkt im Jahr 1974 an der Weltmeisterschaft der Blasorchester in Kerkrade in den Niederlanden mit dem ph�nomenalen Erwerb des ersten Preises und der Goldmedaille in der h�chsten Wettbewerbsklasse sowie mit dem Erhalt des Anerkennungspreises seitens der amerikanischen Botschaft an die Arbeiterkapelle Trbovlje als dem besten fremden Ensemble. Ihren Qualit�tshochstand und ihre langj�hrige Musiktradition bezeugten die Kapellenmitglieder aus Trbovlje durch wiederholte Besetzung zahlreicher erster Pl�tze bei dieser eminenten Veranstaltung noch in den Jahren 1978 und 1981. An den Weltmeisterschaften der Blasorchester konnte sich die Arbeiterkapelle Trbovlje insbesondere wegen der zahlenm��ig armen Instrumentalbesetzung und des ungeeigneten Verh�ltnisses zwischen den einzelnen Instrumenten mit einigen fremden Blasorchester nicht vergleichen. Diesen Nachteil in der technischen Vollkommenheit ersetzte sie durch etwas anderes, und zwar durch die Unmittelbarkeit der Vorf�hrungen. Diese konnte man lediglich durch innere Begeisterung und Temperament erreichen. Und gerade dies war der Vorteil der Kapellenmitglieder aus Trbovlje bei der Messung der Kenntnisse, der Leistung und der k�nstlerischen Aussagekraft auch auf dem h�chsten Weltniveau. Daher kamen also die erreichten Erfolge und die Begeisterung, die nicht nur unter dem Publikum, sondern auch unter den Musikexperten herrschte. In dieser Zeit fanden auch viele regionalen und Landeswettbewerbe, Aufnahmen, Platten- und Kassettenherausgaben, Gastierungen in der Heimat und im Ausland statt. Auf allen diesen Wettbewerben erwarb die Arbeiterkapelle Trbovlje die ersten Pl�tze, mit Ausnahme des Jahres 1969, als sie auf dem Landeswettbewerb der Blasorchester in Koper den zweiten Platz erwarb. Die Einwohner von Trbovlje freuten sich unb�ndig �ber alle diese Erfolge, auf welche sie sehr stolz waren, was sie bei zahlreichen Gelegenheiten auch bewiesen.

Arbeiterkapelle Trbovlje - 1993Im Jahr 1989 ist k�nstlerischer Leiter der Arbeiterkapelle Trbovlje Herr Professor Alojz Zupan geworden, der sich als stellvertretender Dirigent schon vorige 25 Jahre mit der Vorbereitung der Kapellenmitglieder auf verschiedene Auftritte und Wettbewerbe befasst hatte. Durch seine reichen Instrumentalkenntnisse und langj�hrigen Erfahrungen auf dem Gebiet der Orchestralmusik ist ihm gelungen, die Qualit�t der Arbeiterkapelle Trbovlje bis auf die Spitze der Musikwiedergabe zu heben, so dass aus dieser Hinsicht die Arbeiterkapelle Trbovlje als Vorbild f�r alle anderen slowenischen Blasorchester dient. Auf Grund ihrer Vorf�hrung der meist anspruchsvollen St�cke aus dem Konzertrepertoire kann die Arbeiterkapelle Trbovlje fast als ein Sinfonieorchester der Blas-, Blechblas- und Schlaginstrumente bezeichnet werden, was durch die erworbenen ersten Pl�tze an der Landesmeisterschaft im Jahr 1991 sowie auch an der Weltmeisterschaft der Blasorchester in Kerkrade in den Niederlanden im Jahr 1993 bezeugt werden kann. An den Meisterschaften der Blasochester Sloweniens, die im Oktober 1995 in Maribor, im Mai 2000 in Krsko, und im Mai 2003 in Trbovlje stattfanden, erwarb die Arbeiterkapelle Trbovlje unter der Leitung von Herrn Professor Zupan in der Konzert- und Kunstkategorie den Landesmeistertitel.

Auf Grund langj�hriger Spitzenleistungen des Orchesters wurde die Arbeiterkapelle Trbovlje vom Organisationsausschuss der 14. Weltmeisterschaft der Blasorchester (WMC 2001) eingeladen, um am 21. Juli 2001 in Kerkrade (Niederlande) wieder in dieser eminenten Veranstaltung, und zwar in einer Prestige- und Konzert-Kunstgruppe, aufzutreten. Bei dieser Gelegenheit gab das Orchester die anspruchsvollen Werke von A. Comitas, G. Rossini, P. Hindermith und R. Golob wieder und erreichte den 8. Platz.

Bis 1945 waren Kapellenmitglieder meistens Bergleute und andere Angestellten des Bergwerkes Trbovlje, so dass die Arbeiterkapelle Trbovlje von ihrem Anfang an und bis Ende des zweiten Weltkriegs eigentlich als eine Bergmannskapelle bezeichnet werden kann. Mit der Gr�ndung neuer industriellen Betriebe und durch Entwicklung anderer wirtschaftlichen und andersartigen T�tigkeiten �nderte sich auch die Struktur der Kapellenmitglieder. Heutzutage besteht die Arbeiterkapelle Trbovlje nicht nur aus Sch�lern der Volks- und Mittelschule, Studenten, Angestellten aus verschiedenen Unternehmen, sondern auch aus denjenigen Kapellenmitgliedern, die nach dem beendeten Studium als Berufsmusiker ihren Beruf fanden. F�r ihre erfolgreiche Kulturbestimmung sind der Kapelle neben den Plaketten, die sie f�r die auf verschiedenen Wettbewerben und Veranstaltungen erreichten Resultate erworben hatte, zahlreiche Preise, Orden und Pr�mien (die 1. Juni Pr�mie der Gemeinde Trbovlje, die Gallusplakette, Pr�mie des Preseren Fonds, Staatsorden, usw.) verliehen worden. Die h�chsten Preise (Preserenpreis, Pr�mie des Preseren Fonds, Bettetopreis, Gallusplakette, u.a.) sind auch einigen meist verdienstvollen Kapellenmitglieder verliehen worden, die mit ihrer k�nstlerischen, fachlichen und organisatorischen Arbeit zu einem derma�en hohen Qualit�tsniveau beigetragen hatten. Die Arbeiterkapelle Trbovlje wirkte durch alle Jahre ihres Bestehens fast bei allen Ereignissen des wirtschaftlichen, kulturellen und �ffentlichen Lebens mit. Es fand fast keine Veranstaltung in Trbovlje ohne das feierliche Gepr�ge der Kapelle statt. Auf den zahlreichen Auftritten wurden die Kapellenmitglieder mit vorz�glichen Anerkennungspreisen des Publikums und der Experten ausgezeichnet, sie ernteten die h�chsten Lorbeeren und sie setzten sich als die bedeutendsten Kulturbotschafter der ehemaligen und der heutigen Stadt Trbovlje durch.


Arbeiterkapelle Trbovlje - Goldmedaillen


Dank der M�he, der Energie, dem Willen, der Geduld, dem Idealismus und der Musikliebe erwarben wir, die Kapellenmitglieder, un�bersch�tzbare Erfolge; es kostete uns viel Entsagung und viele Stunden und Tage ohne unsere Familien, viele pers�nlichen und Familienfeiertage � dies alles wegen der Loyalit�t gegen�ber der Kapelle. Jedoch wurden wir dabei mit einem Gef�hl der pers�nlichen Befriedigung belohnt, n�mlich dass wir der dankbaren und begeisterten H�rerschaft etwas Sch�nes und Edles gaben. Wir hoffen, dass das auch in der Zukunft geschieht. 






Literatur: 

Lenarcic, T., "80 let Delavske godbe Trbovlje: 1903 - 1983", Delavska godba Trbovlje, Trbovlje (1983). 

Dokumentation der Arbeiterkapelle Trbovlje. 
 
 




Arbeiterkapelle Trbovlje

Trg svobode 9, SI-1420 Trbovlje, Slowenien

Tel.: (+386-3) 56 21 686, (+386-40) 303 257

Fax: (+386-3) 56 33 806

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Zuletz ge�ndert: 23. Oktober 2005.


� 2001-2004, Arbeiterkapelle Trbovlje. Alle Rechte vorbehalten.
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